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Newsletter Betriebliche Bildung
April 2018
Liebe Leserinnen und Leser

Im Sommer 2018 werden über 13 000 Jugendliche mit dem Qualifikationsverfahren ihre Berufslehre abschliessen. Dies ist der Schlusspunkt einer anspruchsvollen Lehrzeit – und zugleich der Startschuss in das Berufsleben als Fachkraft. Doch zuerst gilt es noch ein paar Hürden zu meistern. Wir haben die wichtigsten Informationen rund um den Lehrabschluss für Sie und Ihre Lernenden in diesem Newsletter zusammengetragen.

Wir freuen uns wie immer über Ihr Interesse und Ihr Feedback.

Mittelschul- und Berufsbildungsamt, Abteilung Betriebliche Bildung
QV, LAP oder Abschlussprüfung?
Ob Qualifikationsverfahren (QV), Lehrabschlussprüfung (LAP) oder Abschlussprüfung: Gemeint ist jeweils das Gleiche. Nämlich eine Gesamtprüfung, die die beruflichen Qualifikationen – teils kombiniert mit früheren Teilprüfungen – nachweist.
Lehrabschluss – so können Betriebe Lernende unterstützen

Das A und O für einen erfolgreichen Lehrabschluss ist die frühzeitige Planung. Dabei kann der Betrieb seine Lernenden begleiten und, wo nötig, Hilfe anbieten. Wichtig ist, den Lernenden die nötige Zeit für die individuelle Vorbereitung zur Verfügung zu stellen – sei dies bei der Schliessung von Wissenslücken oder in der Vorbereitung auf die praktische Arbeit. Ebenso wichtig ist die emotionale Unterstützung: Mut machen und das Selbstbewusstsein stärken helfen meist mehr als nur «büffeln». Die Lernenden sollen zeigen können, was sie gelernt haben.

Prüfungsvorbereitung – die wichtigsten Tipps rund ums Lernen
•  Kurz und konzentriert lernen: Lieber dreimal in der Woche eine Stunde lernen als einmal drei Stunden.
•  Wiederholen: Den gelernten Stoff nach zehn Minuten repetieren, einen Tag später nochmals und nach einer Woche erneut. Das geht gut mit Karteikarten, die man auch in der Hosentasche überallhin mitnehmen kann.
•  Abwechseln: Eine halbe Stunde lang Englisch lernen und dann, nach einer kurzen Pause, eine halbe Stunde Branchenkunde. Ähnlichen Lernstoff nie mischen, das kann verwirren.
•  Mündliche Prüfungen üben: Mit jemandem im Lehrbetrieb oder jemandem, der die Prüfung vor kurzem gemacht hat, die mündliche Prüfung eins zu eins durchspielen.
•  Mit anderen lernen: : Gegenseitiges Abfragen ist eine gute Art, um sein Wissen zu testen. Was man erklären kann, das sitzt.
•  Arbeitsplatz aufräumen: Zum Lernen einen Arbeitsplatz einrichten und darauf achten, dass er aufgeräumt ist. Alles, was man nicht zum Lernen braucht, gehört vorübergehend an einen anderen Ort. Chaos auf dem Tisch bedeutet oft Chaos im Kopf.
•  Locker bleiben: Am Abend vor der Prüfung nicht mehr büffeln. Kontrollieren, ob alle Unterlagen und Utensilien bereit sind und rechtzeitig schlafen gehen. Zur Sicherheit zwei Wecker stellen.
•  Kühlen Kopf bewahren: Prüfungsfragen genau und ruhig durchlesen. Zuerst die einfachen Aufgaben lösen. Sollte Nervosität aufkommen, ruhig durchatmen.
•  Freizeit einplanen: Auch Freizeitaktivitäten gehören in die Planung. Und eine Belohnung, wenn ein Lernziel erreicht ist.

Fragen zum Qualifikationsverfahren? Das sind die Anlaufstellen

Trotz guter Vorbereitung und Unterstützung können Unklarheiten oder Fragen zum Qualifikationsverfahren auftreten. Sei es zum Prüfungsablauf, zum Prüfungsort, zu den Unterlagen, den Aufgeboten, den Dispensationen, bei Krankheit usw.

Folgende Stellen können weiterhelfen:
•  Die Prüfungskommissionen. Die Prüfungskommissionen organisieren die Prüfungen und führen sie durch. Hier finden Sie die für Ihren Beruf zuständige Prüfungskommission.
•  Die Fachstelle Qualifikationsverfahren. Wenn Sie das Kontaktformular ausfüllen und absenden, nehmen wir mit Ihnen Kontakt auf.Hier geht’s zum Formular.
•  Die Berufsinspektorinnen und Berufsinspektoren. Die Berufsinspektorinnen und -inspektoren sind für alle Fragen rund ums QV zuständig. Hier finden Sie die Ansprechpersonen nach Berufen aufgeteilt.

Und wenn es doch nicht klappt?

Den Lernenden wird schriftlich mitgeteilt, welche Teile des Qualifikationsverfahrens nicht bestanden wurden und wie weiter vorgegangen werden kann. Es lohnt sich, diesen Brief ruhig und aufmerksam zu lesen.

Bei Nichtbestehen des Qualifikationsverfahrens haben die Lernenden das Recht, Einsichtnahme in die Prüfungsunterlagen zu verlangen (Akteneinsicht). Ebenso ist es möglich, die Resultate mit der zuständigen Berufsinspektorin bzw. dem Berufsinspektor zu besprechen. Die nicht bestandenen Qualifikationsbereiche können höchstens zweimal wiederholt werden.

Lehrabschluss – das Wichtigste in Kürze
• Das Enddatum der Lehre ist im Lehrvertrag festgehalten. Eine vorzeitige Beendigung der Lehre ist in Absprache beider Lehrvertragsparteien ab dem 1. Juli möglich. Dies ist schriftlich festzuhalten. Eine Meldung an das Mittelschul- und Berufsbildungsamt ist nicht zwingend nötig.
• Lernende haben nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses Anspruch auf ein Zeugnis der Arbeitgeberin oder des Arbeitgebers. Auf Wunsch der Lernenden sind im Zeugnis neben den Angaben über den erlernten Beruf und die Dauer der Ausbildung auch Angaben über Fähigkeiten, Leistungen und Verhalten aufgeführt.
• Die Rekrutenschule beginnt 2018 am 25. Juni. Deshalb muss der Lehrvertrag von Lernenden, die die RS absolvieren, auf diesen Zeitpunkt hin aufgelöst werden. Lernende, die noch Prüfungen zu absolvieren haben oder an der Abschlussfeier teilnehmen möchten, werden bei Vorlegen des Aufgebots für diese Anlässe dispensiert. Mehr Infos: Link
Berufsbildungsfonds – finanzielle Unterstützung für Lehrbetriebe
Der Zürcher Berufsbildungsfonds wurde geschaffen, um die Kosten der Ausbildungsbetriebe zu senken oder Betriebe, die Lernende ausbilden, zu unterstützen und innovative Massnahmen im Bereich der beruflichen Grundbildung zu fördern.

Finanziert wird dieser Berufsbildungsfonds mit Geldern von Zürcher Arbeitgebern, die jährlich insgesamt rund 17 Millionen Franken in diesen Fonds einzahlen. Rund 13 Millionen Franken werden für die überbetrieblichen Kurse (üK) verwendet. Ausserdem übernimmt der Fonds die Raum- und Materialkosten der Qualifikationsverfahren (QV) und beteiligt sich mit 250 Franken pro Person an den Berufsbildnerkursen. Im Jahr 2018 können sämtliche 10 000 Lehrbetriebe des Kantons Zürich einen Ausbildungsbeitrag beantragen. Weitere Informationen: www.berufsbildungsfonds.zh.ch .
Tipps aus dem MBA
• Die Auflösung des Lehrvertrags muss die Unterschrift aller Parteien enthalten. Das Dokument kann entweder eingescannt per Mail oder per Post (nicht doppelt) an das Mittelschul- und Berufsbildungsamt geschickt werden.
• Im Lehrbetriebsportal können Betriebe ihre Kontaktdaten wie folgt erfassen oder anpassen: Bereich «Adressen» auswählen. Auf der nun sichtbaren Startseite werden die für den Lehrbetrieb registrierten Daten angezeigt. Mittels der Aktion «Bearbeiten» können die Angaben geändert werden.
News aus dem MBA
Wechsel in der Leitung der Abteilung Betriebliche Bildung
Andres Meerstetter hat die Co-Leitung der Abteilung Betriebliche Bildung im Mittelschul- und Berufsbildungsamt auf eigenen Wunsch per 1. April abgegeben. Er wird neu verschiedene Aufgaben im Auftrag der Amtsleitung übernehmen sowie amtsinterne Projekte betreuen, beispielsweise das Projekt Kompetenzzentren im Bereich der Berufsfachschulen. Einen Schwerpunkt seiner künftigen Tätigkeiten wird der Themenbereich IT in der Berufsbildung ausmachen.
Finanzielle Unterstützung für Betriebe, die ihre Talente fördern
Der Berufsbildungsfonds unterstützt Lehrbetriebe, die ihre Talente besonders fördern, mit einer Pauschale von 1000 Franken pro Lernende und Lernendem.
Weitere Informationen und Beispiele von Talentförderinitiativen finden Sie in der «Info Talentförderung Nr. 1/2018» im Anhang.
Neue Broschüre
Das Mittelschul- und Berufsbildungsamt stellt sich in einer neuen Broschüre vor. Die Publikation lässt sich auf der Webseite des MBA herunterladen:www.mba.zh.ch
Wichtige Termine
Lehrstellenkonferenz 2018: «Arbeitswelt der Zukunft – Was bedeutet das für mich als Berufsbildner/in?» Donnerstag, 17. Mai 2018, 16 Uhr, Halle 7, Messe Zürich. Anmeldung: Link

SwissSkills 2018: 12. bis 16. September 2018, BERNEXPO, Bern, www.swiss-skills.ch