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Newsletter Projekt Kompetenzzentren
September 2018
Sehr geehrte Damen und Herren

Sie erhalten den ersten Newsletter zum Projekt Kompetenzzentren des Mittelschul- und Berufsbildungsamts des Kantons Zürich. Er richtet sich an Lehrpersonen der Zürcher Berufsfachschulen, Zürcher Lehrbetriebe, Anbietende von überbetrieblichen Kursen sowie weitere Interessierte und gibt Ihnen aktuelle Informationen zum Projekt.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und Ihr Feedback.
Kick-off Veranstaltung vom 20. September 2018
Am 20. September 2018 fand eine Kick-off Veranstaltung zum Start des Projekts Kompetenzzentren statt. Bildungsdirektorin Silvia Steiner und Niklaus Schatzmann, Chef des Mittelschul- und Berufsbildungsamts, informierten die Anwesenden über Vision, Zielsetzungen, Vorgehen und stellten die von der Projektgruppe erarbeitete Diskussionsgrundlage zur Bildung von Kompetenzzentren vor.

Die Unterlagen zum Kick-Off können hier heruntergeladen werden.
Worum geht es in dem Projekt?
Im Kanton Zürich gibt es 18 kantonale und 11 nicht-kantonale Berufsfachschulen, die berufliche Grund- und Weiterbildung anbieten. 2017 wurden in der Grundbildung rund 42 000 Lernende ausgebildet. Im Kanton Zürich werden über 200 Berufe beschult, ca. 30 davon an mehreren Schulorten.

Die Verteilung der Berufe auf die verschiedenen Schulen ist historisch gewachsen und nicht mehr ideal. Es gibt Berufe, die heute im Verhältnis zur Anzahl Lernender an zu vielen Standorten unterrichtet werden. Dies führt an einigen Standorten zu einem geringen Unterrichtsvolumen. Dies ist nicht wirtschaftlich und erschwert es zudem, eine konstant hohe Unterrichtsqualität zu gewährleisten. Bei Berufen mit starkem Wachstum kann andererseits eine zu grosse Konzentration an einem Standort die Schulentwicklung und Innovation behindern, so dass eine Kooperation mit anderen Standorten bzw. eine Aufteilung auf mehrere Standorte geprüft werden muss.

Zudem wird im Kanton Zürich aufgrund der aktuellen statistischen Berechnungen an den Berufsfachschulen bis 2030 mit einer Zunahme von 11 000 Lernenden gerechnet. Dabei ist unklar, wie stark die einzelnen Berufe betroffen sein werden. Darüber hinaus stehen die Schulen vor weiteren Herausforderungen: Die Digitalisierung bringt neue Lehr- und Lernformen mit sich. Neue Berufsfelder entstehen und andere Berufe verlieren zunehmend an Bedeutung.

Um optimal auf diese Herausforderungen vorbereitet zu sein, müssen Kräfte gebündelt werden. Die Bildung von Kompetenzzentren positioniert und stärkt die Schulen. So können sie sich pädagogisch und fachlich optimal entwickeln und sind gleichzeitig finanziell und organisatorisch solide ausgestattet.
Mittelschul- und Berufsbildungsamt im Lead
Von 2015 bis 2017 wurde unter der Leitung der Rektorinnen und Rektoren der Berufsfachschulen bzw. Präsidentinnen und Präsidenten der Schulkommissionen versucht, eine Optimierung der Berufszuteilung und die Bildung von Kompetenzzentren zu erreichen. Aufgrund der komplexen Interessenlagen gelang dies nicht. Die Schulen haben die Aufgabe deshalb dem Mittelschul- und Berufsbildungsamt übergeben.

Mit Bildungsratsbeschluss vom 5. Februar 2018 wird die Bildungsdirektion gebeten, die Optimierung der Berufszuteilung und die Bildung von Kompetenzzentren an den Berufsfachschulen an die Hand zu nehmen (Bildungsratbeschluss)
Lösung wird gemeinsam erarbeitet
Das MBA will eine breit abgestützte Lösung, in die alle Schulen eingebunden sind. In einem ersten Schritt finden deshalb bis Ende November Gespräche mit den einzelnen Schulen sowie eine Klausur mit den Rektorinnen und Rektoren der Berufsfachschulen statt, um Rückmeldungen zur vom Projektteam erarbeiteten Diskussionsgrundlage zu sammeln. Schulleitungen, Schulkommissionen, Lehrpersonen sowie Organisationen der Arbeitswelt werden in die Diskussionen einbezogen.
Aufgrund der Rückmeldungen wird die Diskussionsgrundlage überarbeitet. Das Resultat ist ein Lösungsvorschlag, der im Frühjahr 2019 durch den Bildungsrat zur Vernehmlassung frei gegeben werden soll.

Über die neue Berufszuteilung und die Einzugsgebiete entscheidet der Bildungsrat definitiv im März 2020. Im Anschluss wird die Umsetzung und Einführung bis Sommer 2023 geplant. Während des gesamten Prozesses werden die betroffenen Schulen durch das Mittelschul- und Berufsbildungsamt bei der Umsetzung unterstützt.
Welches sind die nächsten Schritte?
27.09.2018 Klausur Rektorinnen und Rektoren Workshop für 1. Rückmeldungen
Information über Durchführung der Gespräche
25.10.2018 Reflexionsgruppe Rückmeldungen zur Diskussionsgrundlage
23.10.2018
bis 20.11.2018
 Projektleitung mit Beauftragten BFS  Gespräche mit den Schulen (inkl. Schulkommissionen und Lehrpersonen). Strukturierte Rückmeldungen auf der Basis eines Fragebogens
6.12.2018 Steuerungsausschuss Kenntnisnahme der Rückmeldungen der Schulen
Diskussion Anpassungsbedarf
Wo. 2/2019 Reflexionsgruppe Kenntnisnahme der Rückmeldungen der Schulen
Diskussion Anpassungsbedarf
Webseite zum Projekt
Unter www.mba.zh.ch/kompetenzzentren sind alle aktuellen Informationen zum Projekt aufgeschaltet.

Haben Sie Fragen, Ideen oder Ergänzungen zum Projekt? Wenden Sie sich per E-Mail an kompetenzzentren@mba.zh.ch